Wunder erwandern

Für mich ist wandern wie Gottesdienst feiern in der Natur. Schritt für Schritt staune ich über Gottes Kreativität und die unendliche Vielfalt in der Tier-, Pflanzen- und Bergwelt, die er erschaffen hat.

Kürzlich war ich im Kanton Obwalden auf dem Schmetterlingspfad unterwegs. Mit der Seilbahn geht es bequem von Lungern auf den Turren. Dort startet die ausgeschilderte Höhenwanderung über die Dundelegg, Sädel und dann hinunter bis Kaiserstuhl. Geniesse die Aussicht auf den smaragdgrünen Lungernsee, oder erhebe deinen Blick auf die Berner- und Zentralschweizer Alpen! Und dies inmitten bunter Bergwiesen, wo es summt und brummt; einfach ein unvergessliches Erlebnis! Wer dann – wie ich – jeden Schmetterling und jedes Alpenblümchen am liebsten noch fotografiert, der muss dann mit viel längerer Wanderzeit (4 Std. sind es ausgeschrieben…) rechnen! 😊 Eine informative Tourbeschreibung findest du hier auf der Seite von Schweizmobil: Schmetterlingspfad

Jetzt möchte ich einfach noch ein paar Eindrücke mit dir teilen. Der Sommer kommt ja dieses Jahr vielleicht erst im Herbst. Mach doch mal eine Auszeit und gönn dir diese wunderschöne Tour!

Viel Freude und Entdeckerglück wünsche ich dir, deine Susanne

Poltern? Poltern!

Ich zähle mich ja noch nicht zum alten Eisen. Aber punkto Poltern brauchte ich also etwas Nachhilfe. Als Abschied von der Zeit, ledig durchs Leben zu gehen, gehört heutzutage ein Polteranlass vor der Hochzeit einfach dazu. Frauen überraschen ihre heiratswillige Freundin mit einem Tag oder einem Abend voller Action, Spass und mehr oder weniger herausfordernden Spielen. Neuerdings ist auch der Besuch eines Lettering-Workshops ganz oben auf der Wunschliste vieler Bräute. Das freut mich natürlich sehr! Eigentlich nicht erstaunlich, da Handlettering spätestens bei der Planung einer Hochzeit bald einmal zum Thema wird. Sei dies bei der Anzeige oder Fest-Deko (siehe meinen letzten Blog)

Bei meinem ersten Polterevent mit zehn gutgelaunten Frauen habe ich eine Mischung aus Brushpen-Kurs und Letteringspiel angeboten. Alle steuerten eine selbstgedrehte Papierrose zu einer romantischen Lichterkette bei, die die Braut am Ende zur Erinnerung mitnehmen durfte. Im Letteringspiel entstanden wunderschöne Namenskarten. Gleichzeitig lernten und übten die jungen Frauen dabei einige Basics über Brushpens, Schriften und Blendings.

Die spielerische Herangehensweise ermutigt auch weniger Geübte, gemeinsam mit etwas fortgeschrittenen Letteringbegeisterten in den kreativen Prozess einzutauchen. Die Ergebnisse sind nämlich immer Team-Work! Das fägt!

Mehr über mein Letteringspiel kannst du in einem etwas älteren Post auf meinem Blog lesen. Viel Spass beim Poltern und merci für’s Weitersagen!

JA, ich will …

… deine Hochzeit verschönern!

Endlich dürfen wir wieder Hochzeit feiern! Wie schön, wenn sich ein Paar traut und dies mit der Familie und vielen Freunden so richtig schön feiern kann! Und so ein grosses Fest braucht eine lange Vorbereitungszeit. Denn es soll ja für alle – vor allem für das Brautpaar – ein unvergesslicher Tag werden. Neben einem reibungslosen Ablauf, einer herzerwärmenden Trauung, feinem Essen und lustigen Beiträgen gehört auch die Dekoration zu einem wichtigen Element eines Hochzeitsfestes. Gerne helfe ich mit, deine Hochzeit mit meinen Letterings zu verschönern. Es gibt so viele Möglichkeiten, wo dem Fest mit handgeschriebenen Letterings das sprichwörtliche i-Pünktchen aufgesetzt werden kann. Wie wäre es mit Namenskarten, dem Trauvers auf einer Tafel in der Kirche, einem grossen Willkommensschild zum Fest oder dem Menü auf einem grossen Spiegel? Ein paar Beispiele von mir siehst du unten in der Fotogalerie.

Falls du selber heiratest oder Tätschmeister/in bist einer Hochzeit von lieben Freunden, dann melde dich frühzeitig bei mir! Gerne vermiete oder verkaufe ich beschriftete Fenster, Tafeln oder gestalte diese im Voraus für dich.

Abfüllen statt Abpacken

Packst du’s schon? Weniger ist mehr, oder anders gesagt: weniger Plastik ist nachhaltiger und besser für die Umwelt. Deshalb kannst du jetzt deine Nüsse, Teigwaren oder dein Lieblingsmüesli in der Drogerie Studer in Münchenbuchsee bei der Unverpackt-Station in dein mitgebrachtes Gefäss abfüllen lassen. Cool, oder?

Mich freut’s doppelt, weil ich die schönen grossen Gläser für all die kulinarischen Schätze belettern durfte. Dazu das passende Schild im gleichen Stil- und fertig ist die trendige Ladenecke!

Wenn sich das ökologische Konzept bewährt, wird das Sortiment eventuell noch erweitert. Also ich finde, das ist ein Versuch wert. Für welchen Inhalt entscheidest du dich wohl beim nächsten Einkauf? Aber bitte nicht so, wie es sich Micha Marx in seinem schrägen Cartoon vorstellt! 😊

Hast du schon alle Tassen im Schrank?

Möchtest du eine Lieblingstasse mit deinem Namen, Motto oder einer aufmunternden Botschaft mehr in deinem Chuchichäschtli? Oder deinen Chef im Büro, die gute Fee vom Homeoffice oder die Freundin beim nächsten Besuch mit einer individuell gestalteten Tasse überraschen? Es macht mir Freude, die uni Tassen mit waschmaschinenfestem Marker nach Wunsch zu beschriften. Derzeit verkaufe ich die Tassen gefüllt mit 20 g Hinterbrüggbacher Bio-Kräutertee als Geschenkset für CHF 20.– (zuzgl. Versandkosten). Lass mich wissen, wenn ich dir ein persönliches Exemplar gestalten darf! Ich freue mich auf deinen Auftrag! Es het solangs het…

Eisgugelhopf

Im Februar, im Februar…. isch alles styf und starr…! Was Emil schon vor vierzig Jahren besungen hat, kommt auch heute trotz Klimaerwärmung vor. Wenn es draussen über mehrere Tage unter Null bleibt, lassen sich wundervolle Windlichter und Dekoelemente aus Eis zaubern. Dazu füllt man zum Beispiel ein Kuchenblech oder eine Gugelhopfform mit Wasser und legt gesammelte Schätze aus der Natur hinein: Lärchenzäpfchen, eine rote Hagebutte, gedörrte Blütenblätter, Schneckenhäuschen oder was du sonst Schönes auf deinem Spaziergang zusammenträgst. Mit Kindern könnten es auch einfache Scherenschnitte aus weissem Backpapier sein, die du dann wie Riesenschneeflocken im runden Kuchenblech einfrierst. Diese Eisscheiben kannst du mit etwas Geschick gelocht in Bäume hängen.

Die Gugelhopfform braucht etwas mehr Zeit und Geduld, diese wird in zwei bis drei Etappen gefüllt und durchgefroren, so dass nicht alles zuoberst oder zuunterst in der Form festgefriert. Bei Minustemperaturen um -10 bis -15 gefriert das Eis schön langsam und bleibt durchsichtig. Im Tiefkühler bei -20 wird es leider etwas trüb, resp. kristallierter und weisser (so meine Erfahrung- siehe Fotos). Der Gugelhopf bietet sich perfekt für ein Winterwindlicht mit Rechaudkerze (evtl. im Glas als Hitzeschutz) an. Die Scheiben können auf einer Schneefigur senkrecht eingesteckt werden und mit einer Kerze von hinten beleuchtet werden.

Viel Spass beim Experimentieren mit Wasser, Eis und Schnee!

Winterlich kreative Grüsse von einer, die auch noch gern mit Schnee spielt…

Spielend leicht

Handlettering-Grundlagen lassen sich spielend leicht vertiefen. Ich habe schon in mehreren Gruppen ein amüsantes Letteringspiel in mehreren Runden durchgespielt. Neben ganz viel Spass steckt in diesem Spiel auch viel Lernpotenzial. Und so funktioniert es: Mit Bleistift werden Begriffe (z.B. Tiernamen) auf glatten Bristolpapierkarten aufgeschrieben. Jede Spielerin ist mit Bleistift, Fineliner, Brushpens, Glitzer- und weissen Gelrollern ausgestattet und erhält zum Start eine der Karten. Am besten spielt man ohne Radiergummi, damit es spontan und etwas zügig vorangeht. Denn es geht nicht um perfekt geletterte Ergebnisse, sondern um die Anregung und Förderung der Fantasie und das Lernen voneinander.

Die Spielleiterin stellt nun die erste Aufgabe: Schreibe den Tiernamen mit Bleistift in Schnürlischrift auf die Karte. Danach wird die Karte nach rechts weitergegeben. Die zweite Aufgabe lautet: ziehe die Schrift mit Fineliner nach und verdopple in der Faux Calligraphy-Technik die Abstriche. Nächste Aufgaben können sein:
– ein Blending (Farbverlauf) einfüllen
– Muster/ Schraffuren mit Fineliner einfüllen
– Schatten ergänzen mit grauem Brushpen
– eine passende Illustration in oder am Schriftzug integrieren
– eine Outline (Umrandung) um die ganze Zeichnung ziehen usw…

In einer nächsten neuen Runde können Schriftart, Begriffekategorie geändert werden. Oder man gibt vor, dass ein Buchstabe durch eine Illustration oder ein Schmuckelement ersetzt wird (für Fortgeschrittene). Auch ganz andere Abläufe sind möglich, z. B. der Start mit einem „zufälligen“ Wasserfarbklecks (Abdruck-Technik mit Plastikmäppchen – ev. vorgängig vorbereiten), der dann der ersten Spielerin Inspiration für einen Begriff liefert.

Dadurch, dass ich immer wieder die Karte von links zugeschoben bekomme, muss ich mich auf das einlassen, was meine Vorgängerinnen gezeichnet haben und das aus meiner Sicht Passende dazu zeichnen. Herausfordernd, aber überaus spannend! Und eine gute Übung für Perfektionistinnen, Gelassenheit zu üben…😊. Unten  findest du ein paar Fotos von solchen Spielerunden.

Sobald die Corona-Massnahmen aufgehoben sind und ich wieder Kurse anbieten darf, möchte ich dies mit einem Handlettering-Spieleabend im kleineren Kreis feiern. Ich freue mich auf entspannte Stunden und lustige Ergebnisse!

Stempelfieber

Stempel kann man in unzähligen Varianten kaufen. So gibt es kunstvoll geschnitzte Holzstempel aus Asien, billiger produzierte Gummi- oder Silikonstempel verschiedenster Hersteller in kleinen und grösseren Läden oder von Künstlern in Handarbeit geschnitzte Linolstempel auf dem Dorf- oder Handwerkermärit. Bestimmt hast du auch schon mal mit Kartoffelstempeln gedruckt? Das stand wohl jahrelang so im Lehrplan….

Mich begeistert die Idee, eigene Stempel herzustellen. Aus einem Gummiblock kannst du mithilfe eines Linolschnitzwerkzeugs recht simpel einen solchen Stempel herstellen. Entsprechende Gummiplatten erhältst du im Künstlerbedarfsladen. Oder du nimmst einen Radiergummi, wenn dir die Fläche nicht zu klein ist. Ornamente arbeitest du im Negativ oder Positiv heraus. Etwas anspruchsvoller gestaltet sich ein Stempel mit Text. Diesen musst du selbstverständlich seitenverkehrt auf die Gummioberfläche bringen, damit der Druck dann auch lesbar ist. Stempelkissen gibt es in wunderschönen Farben in verschiedenen Qualitäten (wasserfest als pigmented Ink) zu kaufen. Es geht aber auch einfacher, wenn du mit (evtl.wasserlöslichen) Brushpens auf einer Plastikunterlage Pigmente verteilst und den Stempel einfärbst. Mit Babyfeuchttücher reinigst du den Gummistempel und bewahrst ihn dann sorgfältig auf.

Sehr dekorativ wirkt übrigens ein Stempeldruck, der mehrmals aneinander gereiht wird. Blockprint nennt sich das. Aber auch zufällige Wiederholungen sind hübsch!

Habe ich dich gluschtig gemacht? Probieren geht über Studieren!

Ah’s und Oh’s

Es sind oft die kleinen aber wichtigen Details, auf die es ankommt. Dinge, die dir meistens nur in einem Kurs in der Praxis vermittelt werden.

So wie ich in meinen Handletteringkursen oft „Wow, soo geht das!“ höre, wenn ich den lernfreudigen Teilnehmerinnen den entscheidenden Tipp oder Kniff zeige, so habe ich heute im Schönguet wunderbare Offenbarungen erlebt. Als Verwöhn-Weiterbildung gönne ich mir zum Start in die Sommerferienzeit 3 Tage indische Blockprint-Workshops im Fitnesscenter fürs Gestalten, wie sich die Ideenwerkstatt in Schönbühl selbst nennt. Der Kurs ist schon nur ein Highlight, weil auch indisches Essen auf dem Programm steht. Ich liebe diese würzige, scharf-aromatische Küche, seit ich sie vor knapp 30 Jahren als Au-Pair-Girl einer Inderfamilie in London kennenlernte.

Zurück zum Drucken: auf Papier und Karton haben wir uns mit Holzstempel und Gellyplate vertraut gemacht. Schon dieses Warm-werden war faszinierend und wortwörtlich einDRÜCKlich. Die Auswahl an Farben, Ornamenten, Möglichkeiten… es könnte dich glatt umhauen. Aber Sabine führte behutsam von einer Technik zur nächsten. Kreativ sein ist so erfüllend, auch wenn man sich mit dem einen oder anderen Fehldruck oder unerwarteten Ergebnis versöhnen muss. Aus bedruckten Papieren wurden Heftumschläge, aus Karton einzigartige Postkarten und aus bedruckten Stoffen werden im Laufe der nächsten Kurstage nachhaltige Wachstücher, Kissenbezüge oder sogar Kleider genäht.

Ich freue mich auf viele weitere Aaah‘s und Oooh‘s im schönen Schönguet!

Eure begeisterte und beeinDRUCKte Susanne

Eindrücke vom 1. Tag

  • Blockprint Karten

Der zweite Tag

und schon der letzte Tag …

Inspiration is everywhere

Wo holst du dir dein Know-How und Ideen für Gestaltungsprojekte? Ich betone in meinen Kursen immer wieder, dass es unabdingbar ist, sich aus Büchern, aus dem Internet und natürlich auch draussen in der Natur inspirieren zu lassen. Sei das live Farbenlehre, wenn die Sonne sich kitschig vom Tag verabschiedet. Oder wenn ich mir über ein YouTube-Tutorial (Lehrfilm) zeigen lasse, wie man Aquarellpapier korrekt vorbereitet. Ich stelle dir in meinen Kursen zwar auch gerne viele Anwendungsmöglichkeiten von Brushpens oder Gellystiften vor. Doch für alles genügt die Zeit halt nie…! Ich selber lasse mich gerne von vielen gleichgesinnten Letterfreaks auf Instagram zeigen, was sie gerade wieder Neues erschaffen haben.

Dank einer lieben Freundin, die ihre Wohnung aufgeräumt hat, bin ich zu coolen Vorlagen von Joanne Fink, mit sehr kreativ gestalteten Alphabeten und dekorativen Mustern gekommen. An einem Bible-Art-Journaling-Abend haben wir uns diese Technik etwas genauer angeschaut und dann einfach mal drauflos gezeichnet und geschrieben. Die wasserfesten Pentel-Brush Signpens und die Pointliner (Fineliner) sind dazu super geeignet. Erst im Anschluss wird mit Wasserfarben coloriert oder mit vermalbaren Farb- und Filzstiften, Gelpens und Glitterstiften dem Werk Glanz und Glamour verliehen. Auch die Masking-Technik mit den Rubbelkrepp-Stiften kann hier zusätzlich coole Effekte erzeugen.

Es ist einfach toll, wie man immer dazulernt, wenn man sich mutig auf etwas Neues einlässt. Was ist bei dir als nächstes dran? Ich wünsche dir Mut, viel Erfolg und entspannte Kreativstunden beim Ausprobieren!